12. Jahrhundert bis 14. Jahrhundert

Serimunt wurde mutmaßlich frühestes Herrschaftszentrum der Askanier (Feudalgeschlecht, Name von Ascharien = Aschersleben), aus denen die Grafen/Fürsten von Anhalt hervorgingen (namengebend eine Burg im Selketal, 1140 zerstört).

Der Askanier Otto der Reiche von Ballenstedt vertreibt 1115 plündernde Elbslawen, dabei Ersterwähnung Köthens. Der Askanier Albrecht der Bär "greift nach den Sternen": Widersacher Heinrichs des Löwen, Begründer der Markgrafschaft Brandenburg.

Köthen hat zum Ende des 12. Jahrhunderts als oppidum städtische Züge, eigene Getreidemaße, eine Münzstätte, eine Feldmark und einen Archidiakonatssitz.

1145 Das Dorf Lelitz wird erstmals urkundlich erwähnt.
1156 Erste Erwähnung des Dorfs Klepzig.
vor 1160 Am Markt bereits stärkere Siedlungsentwicklung als am alten Kern Hohenköthen", Errichtung einer Stadtmauer spätestens um 1280.
1156 - 1310 Mehrfache Erwähnung der Herren von Köthen, ein schöffenbarfreies Adelsgeschlecht in anhaltischer, sächsischer, magdeburgischer und barbyischer Vasallität.
1313 Erstmals die Nennung Köthens als "civitas" (ummauerte Stadt), bald darauf Ratsverfassung und Beteiligung an Städtebündnissen belegt.
1323 Erste Erwähnung des Köthener Rates. Bereits seit 1316 gab es einen Stadtrichter und 1322 einen Schöppen.
vor 1330 Häufig urkunden die askanisch-anhaltischen Landesherren auf der Burg Köthen.
1330 ... wird erstmals das Patrozinium der Stadtkirche genannt: St. Jakob.
1339 Erste Erwähnung des Dorfes Osterköthen.
1373 Die Bäckerinnung erhält ihr Privileg fürstlich bestätigt.
1377 Erste urkundliche Erwähnung der Neustadt. Diese hatte ihre eigene Verwaltung, ein Brau- und Backhaus und kam 1620 als neues Viertel zur Stadt Köthen hinzu.
1391 Aus diesem Jahr ist das älteste schriftliche Dokument - eine Stadtrechnung - im Stadtarchiv erhalten.
1396 Der städtische Rat kauft vorübergehend das Schultheißenamt, erste Erwähnung eines Schulmeisters und einer Stadtuhr.