18. Jahrhundert

1711 Gründung des Gisela Agnes Stiftes.
1715 Regierungsantritt von Fürst Leopold.
1717-1723 ... wirkt Johann Sebastian Bach als Hofkapellmeister in Köthen. Hier entstanden vor allem kammermusikalische Werke wie die Brandenburgischen Konzerte, ein Teil des Wohltemperierten Klaviers, Sonaten, Violinkonzerte u.a.m.
1720 Mit der Bebauung der Wall- und Schulstraße wird begonnen.
1722 Der Musiker Friedrich Gottlob Fleischer wird in Köthen geboren. Fleischer ging 1746/47 nach Braunschweig, wird zum Hofmusiker berufen und ist Musiklehrer der herzoglichen Kinder. Er ist auch Organist an den Braunschweiger Kirchen und stirbt dort 1806.
1724 Das Waisenhaus am Brauhausplatz wird erbaut.
1747 Die erste Straßenbeleuchtung wird eingeführt. Jeder Hausbesitzer war verpflichtet, eine Laterne an seinem Haus anzubringen und diese von Oktober bis Ostern abends brennen zu lassen.
1755 ... beginnt die aufgeklärt geprägte Regierung Karl Georg Lebrechts.
1756 Köthen ist zu Heereslieferungen während des 7jährigen Krieges verpflichtet. Um die Schulden zu tragen wird 1763 ein Edikt erlassen.
1759 Beginn der Politik eines Aufkaufs der Rittergüter; die Domänen werden Rückgrat der Staatsfinanzen.
1763 Das Springtor wird errichtet.
1765 ... begründet Friedrich Erdmann die fürstliche Nebenlinie Köthen-Pless.
1766 Am 4. März fand die Grundsteinlegung für den Bau des Marstallgebäudes im Köthener Schloss statt.
1769 Erscheint die erste Köthener Zeitung, Herausgeber war der Buchdrucker Schöndorf, die letzte Nummer erschien 1771. Erst 1783 kam es zur Herausgabe des "Gemeinnützigen Anhaltischen Wochenblattes". Das älteste Exemplar im Stadtarchiv ist aus dem Jahr 1798.
1770 Die erste Volkszählung in Stadt und Land Köthen ergab 24.702 Einwohner.
1777 ... bildet sich in Köthen die Synagogengemeinde mit ihrem ersten Vorsteher, Jakob Philadelphia. Die Grundstücke in der Burgstraße 15/16 werden erworben und als Gemeindehaus genutzt.
1784 Gründung des Lehrerseminars und Errichtung eines Armenhauses in der Springstraße.
1799 Am 27. Februar wird Lebrecht Uhlich, Pastor und Gründer der "Protestantischen Freunde", in Köthen geboren. Er stirbt am 23. Februar 1872 in Magdeburg.