Dietrich Lauter trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Köthen (Anhalt) ein

Datumsbezug: 08.02.2017
Dietrich Lauter, der ehemalige Pfarrer der Köthener Jakobskirche und Kreisoberpfarrer, hat sich ins Ehrenbuch der Stadt Köthen (Anhalt) eingetragen. Die Eintragung fand am 7. Februar 2017 im Köthener Ratssaal statt.

Mit der Eintragung sollten die Verdienste Lauters, die weit über Kirche hinausgingen, gewürdigt werden, begründete Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild die Eintragung. So habe sich Lauter nicht zuletzt durch die Gründung des Bauvereins für die bauliche Sanierung der Jakobskirche starkgemacht. Aber auch in anderen Bereichen, etwa als 2015 viele Flüchtlinge nach Köthen kamen, habe er sich im Rahmen der Initiative „Willkommen in Köthen“ vor den Karren spannen lassen, so Hauschild. Neben seiner lobenden Worte schwang bei den Ausführungen des OB aber auch ein bisschen Bedauern mit. „So wie ich Sie erlebt habe und erlebe, sind Sie noch immer voller kluger Gedanken und Ideen“, so Hauschild. Es sei schade, dass er im Ruhestand der Stadt Köthen den Rücken gekehrt habe.

Pfarrer i.R. Dietrich Lauter war im August 2016 unter viel öffentlicher Anteilnahme in den Ruhestand verabschiedet worden. Anschließend zog er mit seiner Familie nach Lohr am Main, einer kleinen Stadt im Landkreis Main-Spessart.

Lauter selbst zeigte sich bewegt von der Geste, sich ins Ehrenbuch der Stadt Köthen eintragen zu dürfen. Zwar seien derlei Ehrungen seine Sache nicht, sagte er bei dem Termin, in diesem Fall habe sie jedoch seinen Nerv getroffen. Mit seinem Eintrag im Goldenen Buch drückte er vor allem Demut und Dankbarkeit aus: „(…) Ich konnte mich von Anfang an akzeptiert fühlen – gerade auch von Menschen in der Stadt, die nichts mit Kirche am Hut hatten. Wenn es mir ein Stück weit gelungen ist, ein Pfarrer für viele zu sein, ein Pfarrer für die ganze Stadt, dann bin ich dafür dankbar.“

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