Homöopathen aus aller Welt kommen in Köthen zusammen

Datumsbezug: 14.06.2017
Der Präsident des Homöopathischen Weltärzteverbandes, Dr. med. Alok Pareek, und die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte, Cornelia Bajic, legen Blumen an der Hahnemann-Büste nieder.
Der Präsident des Homöopathischen Weltärzteverbandes, Dr. med. Alok Pareek, und die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte, Cornelia Bajic, legen Blumen an der Hahnemann-Büste nieder.
Im Vorfeld des 72. Homöopathischen Weltärztekongresses sind 55 Delegierte aus aller Welt in Köthen zu einem kleineren Vorstandstreffen zusammengekommen.

Ziel dieses Treffens war es, vor allem organisatorische Dinge im Rahmen der Verbandsarbeit zu diskutieren, sich bezüglich der Ausbildung und der wissenschaftlichen Arbeit im Bereich der Homöopathie auszutauschen und sich über weltweite Standards in der homöopathischen Ausbildung zu verständigen. Erstmals in Köthen war zum Delegiertentreffen am 13. Juni auch der Präsident des Homöopathischen Weltärzteverbandes LMHI (Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis) Dr. med. Alok Pareek (Indien) zu Gast. Er sprach voller Begeisterung und Bewunderung von jener Stadt, in der Dr. Samuel Hahnemann lange Zeit lebte und wirkte. „Es ist unbeschreiblich, was für ein tolles Gefühl es ist, hier zu sein“, sagte Pareek am Rande der Delegiertenversammlung. Köthen umgebe dank Hahnemanns Wirken eine ganz besondere Aura. Die LMHI wurde im Jahr 1925 in Rotterdam mit Beteiligung des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) gegründet. Im Jahr 2013 verlagerte die LMHI ihren Sitz von Genf in das Hahnemannhaus Köthen in unmittelbarer Nähe zur Europäischen Bibliothek für Homöopathie.

Das Treffen in Köthen war gewissermaßen der Auftakt für den 72. Homöopathischen Weltärztekongress, der vom DZVhÄ ausgerichtet wurde. Dessen Vorsitzende, Cornelia Bajic, hob während eines Pressegesprächs die Ziele und Inhalte des vom 14. bis 17. Juni in Leipzig stattfindenden Kongresses hervor. So gehe es in erster Linie um den Austausch auch mit konventioneller Medizin und anderen Heilmethoden, um dem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Aus diesem Grund ist der Weltkongress mit dem Titel „Networking in Medical Care – zum Wohle des Patienten“ überschrieben. Im Rahmen dieses Mottos standen unterschiedliche Themen beim Kongress auf der Tagesordnung: darunter urologische, epidemische und psychiatrische Erkrankungen. Monika Kölsch, Vorstandsmitglied beider Verbände, stellte indes eine Idee vor, um das Thema Homöopathie auch touristische besser zu vermarkten. Ihr schwebe eine „Region der Homöopathie“ vor, bei der die homöopathischen Wirkungsstätten Leipzig, Torgau, Meißen, Döbeln und Köthen besser miteinander vernetzt würden. Erste Gespräche mit den jeweiligen Städten habe es bereits gegeben, so Kölsch.

Während der Delegiertenversammlung in Köthen wurde indes auch eine Ehrung an der Hahnemann-Büste vorgenommen. Das überlebensgroße Abbild des Homöopathen Hahnemann war vergangenes Jahr über einen glücklichen Zufall nach Köthen gekommen. Christine Leher, langjährig tätig in einem Pflanzenpharmazeutika-Unternehmen nahm sich nach Schließung des Werkes der Büste an, die zuvor Jahre lang das Werksgelände zierte. Sie setzte sich mit den Köthener Homöopathen in Verbindung, um der Büste einen geeigneten Platz zu verschaffen. Die Köthener WGK übernahm den Transport und ermöglichte die Restaurierung der Hahnemann-Büste, die nun im Eingangsbereich der Europäischen Bibliothek für Homöopathie einen neuen würdigen Stellplatz bekommen hat -  sehr zur Freude aller Homöopathie-Interessierten.

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