Sensibilisierter Blick auf Barrierefreiheit: 17. Köthener Rolli-Tour

Datumsbezug: 17.05.2017
17. Köthener Rolli-Tour
17. Köthener Rolli-Tour
Zum nunmehr 17. Mal führte der Behindertenverband Köthen e.V. Mitte Mai seine traditionelle Roll-Tour durch die Köthener Innenstadt durch.

Mit dabei waren wie in den vergangenen Jahren Vertreter aus Kirche und Gesellschaft, die gemeinsam mit Rollstuhlfahrern auf einer vorher festgelegten Route den Blick in Bezug auf Widrigkeiten für Menschen mit Handicap schärfen wollten. Auch die Baudezernentin der Stadt, Ina Rauer, nahm an der Tour teil, um sich von für Rollstuhlfahrer schwierigen Passagen im Straßenverkehr ein Bild zu machen.

Zuvor jedoch räumte Dagmar Heber, die die Tour anführte, ein, dass bereits in den vergangenen Jahren viel in der Köthener Innenstadt passiert sei. Viele Bordsteine seien abgesenkt und schwierige Passagen für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte beseitigt worden. Auch seitens der Stadt habe die von Evalisa Priebe ins Leben gerufene Rolli-Tour für ein Umdenken gesorgt. „Unser Blick bei der Straßenplanung hat sich dahingehend sensibilisiert“, so Rauer. So werde bei künftigen Bauplanung verstärkt auf Barrierefreiheit geachtet.

Auch bei der diesjährigen Tour, die unter anderem über die Lohmannstraße, Windmühlenstraße, Jürgenweg, Am Wasserturm und über die Karl-, und Querstraße führte, wurden einige sehr beschwerliche Strecken ausgemacht. Besonders problematisch gestaltete sich die Straßenquerung Querstraße/Feldstraße, da dort nur hohe Bordsteine vorhanden sind und ein Rollstuhlfahrer hier deutliche Umwege in Kauf nehmen muss, um die Straße passieren zu können. Hier will die Stadt nun prüfen, in wie weit Abhilfe geschaffen werden kann.

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