KUKAKÖ - Karneval mit Tradition

Vom 11.11. bis zum Rosenmontag haben die Karnevalisten der 1. Köthener Karnevalsgesellschaft 1954 KUKAKÖ e.V. das Zepter fest in der Hand. Zehntausende aus nah und fern sind jedes Jahr mit Begeisterung dabei, wenn sich am Rosenmontag der kilometerlange Zug mit weit über 100 Bildern durch die Stadt bewegt und im Anschluss ein mehrstündiges karnevalistisches Feuerwerk über die Bühne geht.


Motto der Session 2017/2018: ...


Geschichte des Karnevals in Köthen

Die 1. Köthener Karnevalsgesellschaft 1954 KUKAKÖ e.V. wurde im Jahre 1954 mit Hans Fisser als erstem Präsident gegründet. Bei der Gründung standen Mitglieder der Kölner Kanevalsgesellschaft "Sr. Tollität Luftflotte" Pate, zu denen Köthener Handwerksmeister Verbindung hatten. Der Rosenmontagszug im Jahre 1955 lockte Volksmassen auf die Straße, wie es nie zuvor für möglich gehalten wurde.

Im Jahre 1956 wurde innerhalb des Vereins das erste Tanzkorps in der DDR gegründet. In der Partei und in der staatlichen Leitung der DDR wuchs der Unmut über die Unregierbarkeit des Kukakö-Mittelstandskarnevals, der zur Volksbewegung geworden war. Man suchte und fand Mittel und Möglichkeiten, die 1. Köthener Karnevalsgesellschaft, im Volksmund liebevoll KuKaKö genannt, aufzulösen. So wurde der KuKaKö im Februar 1959 auf einem Trauermarsch am Rosenmontag mit einem Sarg zu Grabe getragen. Für mehr als 30 Jahre!


Wiederbelebung des Karnevals

Für eine Faschingsveranstaltung im Februar 1992 wurden Programmpunkte gesucht und der Veranstalter sprach beim Elferrat der damaligen TH Köthen und dessen Programmchef, Ronald Mormann, vor. In der kurzen Vorbereitungszeit von nur drei Wochen wurde die Idee geboren, die KuKaKö-Traditionen wieder zu beleben. Am 29. Februar 1992 fand die öffentliche Gründungsprunksitzung statt. Die 1. Köthener Karnevalsgesellschaft 1954 e.V. war wieder geboren!

Bewegend der Empfang, den viele Köthener dem KuKaKö am 11.11.1992 bereiteten, als der Verein nach 33 Jahren wieder auf die Straße ging. Seitdem feiern Tausende von Menschen in den Sälen und auf der Straße Karneval. Am Rosenmontag ist heute der KuKaKöthener der größte Zug in Mitteldeutschland.


Karneval heute

Kontinuierlich entwickelte sich die 1. Köthener Karnevalsgesellschaft 1954 e.V. als treibende Kraft in Köthen. Die Stadt wurde wieder die Karnevalshochburg in Ostdeutschland, die Köthen in den 50er Jahren schon einmal war. Seit 1999 wird der Rosenmontagszug mehr als zwei Stunden live und europaweit vom MDR-Fernsehen übertragen.

Der KuKaKö hat rund 300 Mitglieder und ist damit einer der größten, vor allem aber einer der aktivsten Kulturvereine der Stadt Köthen (Anhalt) und auch des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, sowie der mitgliederstärkste und bekannteste Karnevalsverein in Sachsen-Anhalt.

21 Abteilungsleiter sind mit ihren Gruppen ganzjährig und fachspezifisch tätig. In jedem Jahr wird in den Sommerferien im Ostseebad Ahlbeck ein 10-tägiges Ferienlager für Vereins- und auch andere Kinder organisiert.

Seit 1993 veranstaltet der Verein alljährlich im Sommer das Köthener Kuhfest, in das seit 1998 das Köthener Stadtfest integriert ist. 1996 erreichte der KuKaKö einen Eintrag ins "Guinnessbuch der Rekorde" mit 15.584 Teilnehmern bei der Aktion "Eine Stadt tanzt Walzer".

Der KuKaKö ist Eigentümer des Vereinscenters in der Joachimiallee (Joe) mit Tonstudio, Tagungsräumen, Proberäumen für Tanz und Gesang, Dekoatelier und Werkstatt, Verwaltungsräumen, Kostümfundus, Fetensaal und ca. 2.000 qm Hoffestfläche.


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