Kirche St. Maria Himmelfahrt

(katholisch)

Standort: Springstraße 29a
Bau: 1827-1832


Ausstattung der Kirche St. Maria Himmelfahrt

Die Kirche besticht als klassizistischer Bau durch ihre klaren Linien und Strukturen und hat als Grundriss die Form eines griechischen Kreuzes. Im Altarraum befindet sich an der Stirnseite der Apsis der von Herzogin Julie gestiftete historische Altar aus italienischem Marmor. Darüber ist die Kopie des Bildnisses der "Madonna di Foligno" von Raffael zu sehen, ein Geschenk Papst Leos XII. Die liturgischen Orte im Altarraum, Altar und Ambo, und der eingelegte Boden sind aus Löbejüner Quarzporphyr, entworfen vom Aachener Künstler Thomas Torkler. Aus der Erbauungszeit stammen ferner die Kirchenbänke und die Kanzel.
Im nördlichen Seitenschiff befindet sich eine Kreuzigungsgruppe mit mittelalterlichen Figuren, im südlichen Seitenschiff steht eine Pietá (Mater dolorosa), die der Gottesmutter von Michelangelo nachempfunden ist. Zur Ausstattung der Kirche gehören weiter ein Bild "Maria mit dem Kinde" (von Raffael), und das Gemälde der "Schmerzhaften Mutter" von Christophoro Roncalli aus dem 17. Jahrhundert., einst Altarbild in der Kapelle der Barmherzigen Brüder des Spitals in der Wallstraße. Erwähnenswert ist die Orgel der Paderborner Orgelbaufirma Anton Feith aus dem Jahr 1933.
Nach einer Erneuerung des Glockenstuhles und einer Ergänzung des Geläutes verfügt St. Maria seit September 2009 über 6 Glocken, wobei die älteste aus dem Jahr 1829 stammt und von Gustav Becker in Halle gegossen wurde. Das eigentliche Dreiergeläut stammt aus dem Jahr 1966 und wurde in Apolda gegossen. Komplettiert wurde es im Jahr 2009 durch zwei große Glocken aus der Gießerei Lauchhammer.


Geschichte der Kirche St. Maria Himmelfahrt

Die katholische Schloss- und Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wurde von 1827 bis 1832 von Gottfried Bandhauer, einem bedeutenden Vertreter des Klassizismus, erbaut. Der Bau erfolgte im Auftrag von Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen, nachdem dieser mit seiner Gemahlin Herzogin Julie im Jahr 1825 zum Katholizismus konvertiert war. Bei den Bauarbeiten kam es 1830 zum Einsturz des Turmbaugerüstes. Daraufhin wurde der Architekt aus den Diensten des Herzogs entlassen und nach dem Tod des Herzogs auf die Ausführung des Turmes verzichtet. Vollendet wurde der Bau durch den Baumeister Christian Konrad Hengst. Als Hauptwerk Gottfried Bandhauers zählt die Kirche St. Maria zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken des Klassizismus in Deutschland. Die Kirche wurde erbaut als Schloss- und Pfarrkirche und als Grablege für das Herzogspaar, deren Gebeine auch in der Krypta ruhen.
In der am 2. Mai 2010 neu errichteten Pfarrei "St. Maria, Köthen" ist die Schloss- und Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt die Hauptkirche.


Gottesdienste

Sonntag: Hochamt 10:00 Uhr, Vesper/Andacht 17:00 Uhr
Dienstag: Heilige Messe 8:00 Uhr
Mittwoch: Heilige Messe 8:00 Uhr
Freitag: Heilige Messe 8:00 Uhr (14tägig)


Besichtigungszeiten

Die Kirche ist tagsüber außerhalb der Gottesdienste bis zum Foyer zugänglich.


Kontaktdaten

Katholisches Pfarramt St. Maria
Springstraße 34
Telefon +49 (0) 3496 21 22 40
Telefax +49 (0) 3496 21 22 53
E-Mail: koethen.st-maria(at)bistum-magdeburg.de
Internet: st-marien-koethen.de

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