BCKategorie 08.11.2017 09:18:51 Uhr

August Hooff (1839-1904)

Als herzoglicher Gartenbaudirektor entwarf der gebürtige Detmolder August Hooff zahlreiche gärtnerische Anlagen in Köthen. Zusätzlich war er am ansässigen Landesseminar als Lehrer tätig.

August Hooff wurde am 26. Oktober 1839 geboren. Er besuchte das Gymnasium in seiner Geburtsstadt Detmold und ging auch dort in den herrschaftlichen Gärten in eine Gärtnerlehre. August Hooffs Berufsweg führte ihn nach Wien, Prag und Stuttgart. Er unternahm Bildungsreisen nach Ungarn, Österreich, Italien, Frankreich, Holland, Belgien und Deutschland. Von 1863 bis 1875 war er Garteninspektor in Harbke.


August Hooffs Köthener Zeit

1875 bewarb sich August Hooff an den Herzoglichen Baumschulen in Köthen und wurde am 23. März des gleichen Jahres eingestellt. Er bewohnte in der Fasanerie ein Gärtnerhaus, das sich, wie auch die Landesbaumschule, im Besitz des Anhaltischen Landesfiskus befand. Am Landesseminar unterrichtete er Obstbaumzucht und Gemüseanbau. 1888 wurde er mit der Goldenen Verdienstmedaille des Herzogtums Anhalt ausgezeichnet. 1897 verlieh man ihm die Ritterinsignien II. Klasse.

August Hooff entwarf Pläne für gärtnerische Anlagen u.a. für die Siebenbrünnenpromenade, die Bärteichpromenade, den Bachplatz, den Gemeindefriedhof, die Anlagen um das Polytechnikum (heute Hochschule Anhalt) und vor dem Landesseminar sowie den Buschteich in der Fasanerie. August Hooff starb am 11. Februar 1904.

Am Buschteich wurde August Hooff 1904 durch den Gemeinnützigen Verein Köthen ein Denkmal in Form eines Natursteins mit einer Bronzeplakette gesetzt. Die Herstellung des Reliefs übernahm der Bildhauer Lehnert aus Leipzig. Die Findlinge kamen aus der Köthener Umgebung bei Edderitz. Am 22. April 1905 war die Gestaltung der Anlage abgeschlossen.

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