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Bäume auf dem Köthener Marktplatz wurden per Hochdruckreiniger entlaust

Eine kalte Dusche gab es heute für die Trompetenbäume auf dem Köthener Marktplatz. Trotz zunehmend sonnigerem Wetter sollten die Gewächse damit allerdings keineswegs gewässert werden, vielmehr wurden sie per Hochdruckreiniger gesäubert.

Die Maulbeerschildlaus habe sich erneut auf und in der Rinde der Bäume eingenistet und sei sehr hartnäckig, erklärt Oliver Reinke, Leiter des städtischen Amts für Umweltschutz. Die aktuell auf den Bäumen sichtbaren weißen Punkte seien die Schutzpanzer des Schädlings, der sich so gegen Angriffe – auch von menschlicher Seite – verteidige. Um die Bäume trotzdem zu schützen, wurden die Läuse nun zunächst mit Wasserdruck weggespült. Nachdem die Rinde wieder trocken ist, soll dann eine Schicht Leinöl dafür sorgen, dass auch eventuelle Nachkömmlinge der aktuellen Lausgeneration es schwer haben. „Wir gehen also nur mit biologischen Mitteln vor“, betont Reinke.

Bereits seit 2008 haben die dekorativen Gewächse immer wieder unter den einfallenden Maulbeerschildläusen zu leiden. Damals wurden die Bäume noch mit gering dosierten Insektiziden gesäubert, wohingegen heute kein synthetisches Mittel zu diesem Zweck mehr in Sachsen-Anhalt zugelassen ist. Nach der nun erfolgten umweltfreundlichen Reinigungsaktion heißt es dann erst einmal warten, weiß Oliver Reinke. Wenn das Wetter dauerhaft wärmer werde, dann würde sich zeigen, was auf den Bäumen, die seit über 16 Jahren den Marktplatz verschönern, noch kreucht und fleucht.

03.03.2020
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