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Fest der Vereine findet in diesem Jahr nicht statt/ Alternativ-Aktion „Band der Vielfalt“ startet kommenden Montag

Leider kann das für den 3. Oktober geplante zweite Fest der Vereine nicht stattfinden, darauf verständigten sich nun die Veranstalter Stadt Köthen (Anhalt) und Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob.

Grund sind die aktuell geltenden Hygiene-Auflagen – wie beispielsweise die Kontrolle der sogenannten „3G-Regel“ –, die eine Durchführung in gleicher Form wie im Vorjahr nicht zulassen. So hätte der Marktplatz beispielsweise abgesperrt werden müssen. „Es hätte einfach einen bitteren Beigeschmack gehabt, wenn am Tag der Deutschen Einheit eine solche Begrenzung aufgebaut worden wäre“, erklärt Pfarrer Martin Olejnicki. „Diese Richtlinien haben selbstverständlich ihre Berechtigung, aber an diesem Tag und zu diesem Anlass wäre es ein falsches Signal gewesen“, fügt Oberbürgermeister Bernd Hauschild hinzu. Man hoffe, das Fest im kommenden Jahr wieder mit dem größtmöglichen Publikum für die Köthener Vereine durchführen zu können und habe für diesen 3. Oktober stattdessen unter Federführung der Partnerschaft für Demokratie Köthen eine alternative Aktion geplant.

Eine der Intentionen des Fests der Vereine ist es, die Vielfalt und den Zusammenhalt Köthens aufzuzeigen. Das soll in diesem Jahr symbolisch durch eine Mitmach-Aktion gelingen, an der sich alle Bürger*innen beteiligen können. Ab Montagnachmittag können in der Jakobskirche und ab Dienstag im Köthener Rathaus weiße Stoffstücke (15*50cm) abgeholt werden. „Der Stoff kann dann persönlich gestaltet werden, idealerweise unter der Prämisse: Was macht Köthen (Anhalt) für mich aus?“, erklärt Hauschild. „Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vielleicht malt man einen Ort, eine persönliche Erfahrung oder versucht ein Gefühl zu verbildlichen. Gerne können auch Zukunftswünsche aufgenommen werden“, so Pfarrer Olejnicki. Die fertigen Kunstwerke können bis zum 3. Oktober wieder in der Kirche St. Jakob oder im Rathaus abgegeben werden. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten kann dafür auch der Briefkasten am Haupteingang des Rathauses genutzt werden.

Stoffstücke werden zu einem „Band der Vielfalt" verbunden

Aber auch am Tag der Deutschen Einheit selbst können Bürger*innen noch ihr eigenes „Stück Köthen“ gestalten: Ab 13 Uhr kann vor der Jakobskirche im kleinen Rahmen gemalt und gebastelt werden. Ziel des Projektes ist es, die einzelnen Stücke dann vor Ort zu einem „Band der Vielfalt“ zu verbinden, das im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz präsentiert wird. „Wir hoffen auf ein möglichst langes Kunstwerk, das sicherlich in unserer Kirche eine Heimat finden wird“, so Martin Olejnicki. Es sei aber auch denkbar, dass das Band temporär an anderen Stellen in Köthen (Anhalt) ausgestellt werde. „Ich kann mir zum Beispiel durchaus vorstellen, dass dieser symbolträchtige Stoff für eine Zeit unser Rathaus verschönert“, sagt Oberbürgermeister Bernd Hauschild.

Alle Informationen zur Aktion „Band der Vielfalt“:

Wer kann mitmachen?
Alle Köthener Bürger*innen, egal ob groß oder klein.

Was soll das Thema der Motive sein?
Was macht Köthen (Anhalt) für mich aus?

Wo bekomme ich das Stück Stoff?
Ab Montagnachmittag in der Jakobskirche (täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet) oder ab Dienstag im Köthener Rathaus (zu den üblichen Öffnungszeiten).

Wo kann ich mein fertiges „Stück Köthen“ abgeben?
In der Jakobskirche (täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet) oder im Köthener Rathaus (zu den üblichen Öffnungszeiten). Außerhalb der Öffnungszeiten kann der Briefkasten am Haupteingang genutzt werden. Wer möchte, kann sein Kunstwerk auch am 3. Oktober ab 13 Uhr selbst zum Marktplatz bringen.

Wie ist der Ablauf am 3. Oktober?
Ab 13 Uhr Gestaltungs- und Abgabemöglichkeit für die Stoffe vor der Jakobskirche
14 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in St. Jakob
ca. 15:30 Uhr Präsentation „Band der Vielfalt“ auf dem Marktplatz

24.09.2021
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Kirche St. Jakob

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Die Kirche St. Jakob ist heute das einzige erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Köthen. Mit dem Bau der Kirche wurde in der Zeit um 1400 begonnen. Zwischen 1488 und 1513 wurde das Kirchenschiff überwölbt. Bis zum Jahr 1514 entstand dabei eine Kirche, die aus einem dreischiffigen Langhaus besteht und im Osten durch einen kurzen, eingezogenen Chor mit 5/8 Schluss abgeschlossen wird. 1430 wurde der Uhrturm hinzugefügt. Im Jahre 1599 stürzte der ursprüngliche quadratische Westturm ein. 1895 bis 1897 wurde der eingestürzte Turm unter der Leitung des Architekten Bernhard Sehring durch 75 m hohe Doppeltürme mit verbindender Brücke ersetzt. 

Berühmt ist die nahezu im Originalzustand erhaltene Ladegast-Orgel mit neugotischem Prospekt von 1872. Die Fürstengruft der Kirche St. Jakob beherbergt die fast vollständige Grablege des Fürstenhauses Anhalt-Köthen mit 40 Prachtsärgen. Im Eingansbereich der Kirche befindet sich eine Statue des heiligen Jakobus aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die etwa 1,50 m große Steinfigur aus Sandstein wurde im Jahr 2011 restauriert.