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„30 Jahre Deutsche Einheit – Köthen (Anhalt) zeigt sich“: Bachstadt feiert mit Fingerfarben, Friedensgebet und Vereinen

Am 3. Oktober 2020 jährt sich zum dreißigsten Mal die deutsche Wiedervereinigung. Ein besonderes Jubiläum und ein besonderer Tag, den die Stadt Köthen (Anhalt) und die ev. Kirchengemeinde St. Jakob zusammen mit allen BürgerInnen feiern möchte.

Mit einem Einheitsfest im Anschluss an den traditionellen ökumenischen Gottesdienst in der Jakobskirche soll an diesem Tag von 11 Uhr bis in die Abendstunden der Marktplatz belebt werden.

Unter der Überschrift „30 Jahre Deutsche Einheit – Köthen (Anhalt) zeigt sich“ haben Verwaltung und Kirchengemeinde Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen und Institutionen der Bachstadt und näheren Umgebung auf den Platz eingeladen, damit diese essenziellen Bestandteile des Stadtlebens sich dort präsentieren können – und über ein Dutzend Gruppen haben bereits zugesagt. Den Startschuss gibt ein Auftritt des Köthener Bachchores auf den Kirchenstufen direkt im Anschluss an den Gottesdienst. Die Sängerinnen und Sänger möchten mit möglichst viel Unterstützung von BesucherInnen zur Feier des Tages u.a. „Amazing Grace“ intonieren.

Malteser setzen sich künstlerisch mit dem Thema Einheit auseinander

Von 11 bis 14 Uhr gehört der Marktplatz dann den teilnehmenden Gruppen, die zahlreiche Aktionen geplant haben. So ist beispielsweise der Cöthener Hockeyclub 02 mit einem Geschicklichkeits-Parcours vertreten. „Der CHC ist ein Beispiel für das vielfältige und ausgeprägte Vereinsleben in unserer Stadt und möchte mit dieser Aktion gezielt um den Nachwuchs werben. Dafür geben wir ihnen gerne diese Bühne“, betont Oberbürgermeister Bernd Hauschild.

Ebenfalls mit dabei ist eine neu gegründete Mittelaltergruppe, die in Kostümen vor Ort sein wird. Die Malteser wiederum setzen sich künstlerisch und symbolisch mit dem Thema Einheit auseinander: „Auf einer großen Leinwand können mit Fingerfarben Handabdrücke hinterlassen werden“, so Maja Heubner, die die Dienststelle des Hilfsdienstes in Köthen (Anhalt) und Dessau leitet. Es gäbe verschiedene Farben zur Auswahl, die alle jeweils andere Bedeutungen hätten, mit denen die BesucherInnen ihre Gefühle bezüglich des Jubiläums zum Ausdruck bringen könnten – Grün stünde bekannterweise für Hoffnung, Rot solle zum Beispiel für Freiheit stehen.

Zum Filmabend bringt jeder seine eigene Sitzgelegenheit

Außerdem liegen viele Pinsel bereit, damit auch schriftlich Gedanken der KöthenerInnen zur Einheit auf die Leinwand gebannt werden können. Das Ergebnis soll anschließend zum Friedensgebet um 18 Uhr im Gotteshaus ausgestellt werden. „Das Gebet möchten wir dann mit einer Lichterkette beschließen, die im Idealfall über den ganzen Markt reicht“, erklärt Gemeindepfarrer Martin Olejnicki. Ab 18:30 Uhr – so es das Wetter zulässt – startet dann der Mitteldeutsche Filmfreunde e.V. seinen Projektor. Im Open-Air-Kino wird passend zum Thema des Tages „Good Bye, Lenin!“ mit Daniel Brühl gezeigt.

Zu Einhaltung der notwendigen Abstands- und Hygieneregeln, werden Interessierte gebeten, sich für den Filmabend ihre eigenen Sitzgelegenheiten mitzubringen. Dadurch können Familien und Freunde bei Bedarf in gemütlicher Atmosphäre zusammenrücken, während die nötige Distanz zur nächsten Gruppe gewahrt bleibt. Generell wird die gesamte Veranstaltung selbstverständlich unter Beachtung und auf Grundlage der achten Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt durchgeführt.

Über die komplette Dauer des Einheitsfestes wird es am Rand des Marktplatzes Speise- und Getränke-Angebote, sowie ein Bungee-Trampolin für die kleinen BesucherInnen geben. Des Weiteren können interessierte Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen und Institutionen aus Köthen (Anhalt) auch am 3. Oktober das Teilnehmerfeld noch verstärken. Ab 9:30 Uhr werden Tische und Bänke für die Stände am Südportal der Jakobuskirche ausgegeben.

Ablaufplan:

Ab 9:30 Uhr – Ausgabe der Tische und Bänke für teilnehmende Gruppen

10 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst der Köthener Kirchengemeinden in St. Jakob (150 Plätze)

11 Uhr – Eröffnung durch den Bachchor

Bis ca. 14 Uhr – Marktgeschehen mit Präsentationen und Angeboten von Vereinen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Institutionen aus Köthen (Anhalt) und Umgebung

18 Uhr – Friedensgebet in St. Jakob

Ca. 18:20 Uhr – Lichterkette auf dem Marktplatz

18:30 Uhr – Open-Air-Kino „Good Bye, Lenin!“ auf dem Marktplatz (Entfällt bei Regen)

 

30.09.2020
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Die Kirche St. Jakob ist heute das einzige erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Köthen. Mit dem Bau der Kirche wurde in der Zeit um 1400 begonnen. Zwischen 1488 und 1513 wurde das Kirchenschiff überwölbt. Bis zum Jahr 1514 entstand dabei eine Kirche, die aus einem dreischiffigen Langhaus besteht und im Osten durch einen kurzen, eingezogenen Chor mit 5/8 Schluss abgeschlossen wird. 1430 wurde der Uhrturm hinzugefügt. Im Jahre 1599 stürzte der ursprüngliche quadratische Westturm ein. 1895 bis 1897 wurde der eingestürzte Turm unter der Leitung des Architekten Bernhard Sehring durch 75 m hohe Doppeltürme mit verbindender Brücke ersetzt. 

Berühmt ist die nahezu im Originalzustand erhaltene Ladegast-Orgel mit neugotischem Prospekt von 1872. Die Fürstengruft der Kirche St. Jakob beherbergt die fast vollständige Grablege des Fürstenhauses Anhalt-Köthen mit 40 Prachtsärgen. Im Eingansbereich der Kirche befindet sich eine Statue des heiligen Jakobus aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die etwa 1,50 m große Steinfigur aus Sandstein wurde im Jahr 2011 restauriert.