Freigabe durch Ministerin Hüskens – Seit heute Mittag fließt der Verkehr wieder über die „Hohe Brücke"
Um 12:07 Uhr wurden die Absperrungen entfernt und nach anfänglichem Zögern der vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer, fassten sich die beiden Herren ein Herz und setzten mit Hupkonzert sowie freudestrahlenden Gesichtern zur Jungfernfahrt an. Kein Wunder, ist es doch rund sechs Jahre her, dass Fahrzeuge (Bauunternehmen einmal ausgenommen) die Ortsdurchfahrt nutzen konnten.
Diese Bauzeit fand entsprechend auch Erwähnung in den Grußworten zur heutigen offiziellen Freigabe der Strecke: Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, zeigte Verständnis für die Kritik aus der Köthener Bevölkerung, betonte jedoch gleichzeitig, dass ein solch umfangreicher Bau immer eine große koordinative Aufgabe sei. „Die größte Herausforderung für dieses Bauwerk war zum Beispiel, dass wie mit der Bahn bauen mussten. Das toppt ohnehin alles", fügte sie mit einem Augenzwinkern an.
Erleichterung war in den Worten von Oberbürgermeisterin Christina Buchheim zu hören. Sie sei froh, dass diese Maßnahme jetzt ein glückliches Ende finde und hoffe, dass der Verkehr nun wieder geordnet und problemlos fließen könne. Die Bauzeit sei für viele Köthenerinnen und Köthener belastend gewesen. „Daher mein Dank an alle, die am Bau beteiligt waren, genauso wie an alle, die sich angesichts der Einschränkungen in der notwendigen Geduld geübt haben."
Bund (rd. 2,3 Mio. Euro), Land (rd. 15,5 Mio. Euro), Stadt (rd. 3,7 Mio. Euro) und die DB AG (rd. 9,2 Mio. Euro) haben insgesamt gut 30 Millionen Euro in das gemeinschaftliche Vorhaben investiert, um den Verkehr nach modernsten Standards durch das Zentrum der Bachstadt zu führen. Im Bereich der Leipziger Straße (nördlich des Galgenbergs) wird nun aktuell noch neuer Parkraum geschaffen.
