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Königlich amüsiert - Varietéspektakel La Cour begeistert zahlreiche Besucher

Es war eine Zeitreise der ganz besonderen Art. Eine Reise, der es lediglich ein wenig Fantasie bedurfte, um die Mitreisenden – in dem Fall die Zuschauer der Show „La Cour – ein königliches Varietéspektakel“ - in die Zeit des Barocks und speziell des damaligen höfischen Lebens zu entführen. Gelungen war dies einer Reihe von internationalen Spitzenkünstlern rund um den Kölner Artisten Stephan Masur.

Mit seiner Show war er im September insgesamt zehn Mal auf der Bühne im Köthener Veranstaltungszentrum zu sehen und bot den Besuchern aus Köthen, aber auch Gästen aus dem Raum Leipzig, Halle sowie Bernburg, Aschersleben und Magdeburg ein unvergessliches Programm. Unvergesslich nicht nur für jene Zuschauer, die während des über zweistündigen Spektakels atemberaubende Akrobatik und bezaubernde Tanzdarbietungen zu sehen bekamen. Sondern auch für jene, die – wenn nicht unfreiwillig, so doch zumindest äußerst spontan – eine Rolle im Stück zugewiesen bekamen. So wurde etwa die Rolle des Königs, der sich in dem Stück gerade auf Reisen befindet, und dessen Ankunft von den Hofbediensteten und der Königin erwartet wird, aus dem Publikum besetzt. Nicht zuletzt dieser Umstand war es, der dem Stück - neben Momenten in denen dem Zuschauer angesichts faszinierender Seilakrobatik förmlich der Atem stockte – zu allerlei humorvollen Szenen verhalf und zur allgemeinen Belustigung beitrug. So war der Conferencier des Abends – kein geringerer als Masur selbst – der als Le Comte Vivaldi, stets bemüht, einen Herren in der ersten Reihe nicht allzu untätig dem Schauspiel beiwohnen zu lassen, sondern ihn stattdessen mit verschiedenen Hilfsarbeiten zu betrauen. Den Lacher auf seiner Seite hatte auch der aus dem Publikum erwählte König, der sich zunächst bestens in seine Rolle einfügte und sich von seinem Gefolge gemäß seiner Rolle huldigen ließ, letztlich aber verfrüht abdankte und vom Thron flüchtete, noch ehe der Vorhang gefallen war. Angesichts dieser Improvisation durch die „Gastdarsteller“ aus dem Publikum dürfte jede der gezeigten Shows ein einzigartiges Erlebnis für die Zuschauerinnen und Zuschauer gewesen sein.
Und die nutzten die Gelegenheit, diesem königlichen Varietéspektakel beizuwohnen, nicht zu knapp, wie der Geschäftsführer der Köthen Kultur- und Marketing GmbH (KKM), Michael Schuster, zufrieden feststellte. Mit im Schnitt 70 Prozent seien alle Veranstaltungen besucht gewesen, das sei für den ersten Anlauf sehr gut, freute sich der Chef der KKM. „Das Konzept ist aufgegangen.“ Kein Wunder also, dass die KKM auch im nächsten Jahr einen ähnlichen Programmhöhepunkt für die Köthenerinnen und Köthener und ihre Gäste ins Veranstaltungszentrum holen will. Soviel sei schon verraten: Es wird ein neues Stück sein, dass extra für Köthen produziert wird. Man darf also schon jetzt gespannt sein!

28.09.2012
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