Baasdorf

In der 5 km südlich von Köthen gelegenen Ortschaft Baasdorf leben etwa 406 Einwohner (31.12.2013) auf einer Fläche von ca. 7,26 km². Seit dem 1. Januar 2004 gehört Baasdorf zur Stadt Köthen (Anhalt). Der Ortsbürgermeister Heiko Welz kümmert sich um die Belange der Bürger vor Ort.

Ca. 1,5 km nördlich von Baasdorf liegt der Flugplatz Köthen und etwa 1,5 km östlich die Ortschaft Arensdorf. 5 km weiter südlich gesehen befindet sich Görzig. Des Weiteren ist 3 km südwestlich Maasdorf und stärker in westlicher Richtung Edderitz.



Ortsbürgermeister:

Heiko Welz

Sprechzeiten:

nach Terminvereinbarung vor Ort

Telefonnummer (03496) 30 31 75

Ortschaftsrat:
Mitglieder des Ortschaftsrates
Ortsanbindung:

Regionaler Busverkehr ab Busbahnhof Köthen

Spielplatz:

Spielplatz Schrebergartenweg (auf dem Gelände der Kleingärten)


Geschichtliche Fakten

Baasdorf wurde im Jahre 1349 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf trug die Bezeichnung Baghestorp bzw. Bastorp. Diese ist zurückzuführen auf dessen Besitzer. Um 1362 gehörte es den Rittern Jakob und Johannes von Bastorp sowie den Brüdern Johannes Johann und Konrad.

1370 bestehendes Adelsgeschlecht "de Baghestorp" in Baasdorf
1425 Heinrich von Lottdorf beurkundet, dass die Fürsten Georg Johan und Siegmund zu Anhalt das Dorf als Pfand besessen haben. Später wurde es wieder ausgelöst.
1543 Epidemie im Köthener Land
1602 60 Einwohner (geschätzt) u. a. 2 Anspänner und 12 Kossaten
1612 Großes Viehsterben.
1625 500 Mann der kaiserlichen Armee marschieren ein.
1813 Französische Soldaten und Offiziere werden in Baasdorf einquartiert. 4 Offiziere und 183 Soldaten müssen untergebracht und verpflegt werden.
Rodung von Eichengehölz zur Ackergewinnung.
19. Jh. Es gibt nur einen Lehrer für alle Kinder, dieser unterrichtete oftmals gleichzeitig Pfarrdienste. Der Unterricht findet im Pfarrhaus statt.
1827
Die sog. "Kaffeemühle" entsteht, gebaut von Christian Gottfried Bandhauer die als Schule genutzt wird.
1833
Es stehen 53 Häuser mit 376 Einwohnern in Baasdorf, darunter 11 Bauern u. mehrere Kossaten. Es gibt eine Herzogliche Domäne mit einer Schäferei, diese wird wegen der Verschuldung von Anhalt-Köthen verkauft. Einen Teil kauft Heinrich Friedrich Ernst Haberland und verpflicht sich, einen Bullen und einen Eber des ehemaligen herzoglichen Gutes den Gemeindemitgliedern zur Verfügung zu stellen.
1852
Der alte Kirchhof wird geschlossen und eine Erweiterung desselben in westlicher Richtung für die Bestattungen freigegeben.
1860
63 Häuser mit 432 Bewohnern, davon 13 Anspänner, 14 Kossaten, 24 Häusler und 35 Mietsleute.
1874
In Baasdorf entsteht ein Militärverein, dieser erhält auch eine eigene Fahne.
1882
Bau einer zweiklassigen Schule mit zwei Lehrerwohnungen. Der Kostenvoranschlag von 36.000,- M wird von der Herzoglich Anhaltischen Regierung genehmigt.
1883
Die Einweihung der der neuen Schule findet am Lindenplatz statt. Müllermeister Albert Strauß wird zum ersten Ortsschöppen gewählt.
1893
Jugend und Volksbibliothek (ca. 229 Bände) gegründet.
1909
Der Turnverein "Guts-Nuths" Baasdorf-Arensdorf wird gegründet (nur für Knaben).
1913
Hundertjahr-Feier der Schlacht bei Leipzig in Baasdorf.
1917
Anwerbung von polnischen Arbeitskräften. Unterbringung von Stadtkindern auf dem Land.
1918
Ende des I. Weltkrieges, 20 Gefallene aus Baasdorf.
1920
Krankenpflegestation wird eröffnet.
1944
Zwei Behelfsheime für Luftkriegsbetroffene entstehen auf dem Gemeindeacker an der Lehmkiete.
1945
39 Gefallene zum Ende des II. Weltkrieges aus Baasdorf.
1968
Bau eines Schwimmbeckens im Nettischen Park (bis 1989 genutzt).
1974
Gründung der LPG Pflanzenproduktion Baasdorf.
1987
Pfarrhaus wird verkauft.
1992
Poststelle schließt.
1995
Baasdorf bildet mit Arensdorf und Köthen eine Verwaltungsgemeinschaft.
1997
Kindergarten schließt.
2004
Baasdorf wird in Köthen (Anhalt) eingemeindet.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baasdorf bietet einige Sehenswürdigkeiten, z.B. das Bandhauerhaus in der Karl-Marx-Straße, das 1827 von Christian Gottfried Bandhauer gebaut und einige Jahre als Schule genutzt wurde.

Die heutige Kirche wurde zwischen 1894-1895 erbaut und verfügt nebenan über einen Friedhof, auf dem Grabstellen aus dem 17. Jahrhundert zu finden sind. Im Jahre 1987 wird der Altarraum der Kirche durch eine Wand vom Kirchenschiff getrennt und das Dach des Altarraums neu gedeckt. Ebenso wurden die bleiverglasten Fenster originalgetreu erneuert und die kupferne Kuppel am Turm wegen Absturzgefahr entfernt.

21.08.2013 Gute Aussichten für die Baasdorfer Kirche: Zukunftsprojekt zur Instandsetzung hat begonnen

Der wunderschön sanierte Gutshof mit Scheunenkomplex befindet sich in der Feldstraße 5. Ein Stück vor Baasdorf steht der Hilgenstein um den sich einige Sagen ranken.


Wirtschaft

In Baasdorf haben zwei Firmen ihren Sitz, Wimex Agrarprodukte Import & Export GmbH und (Günter) Storm Containerdienst. Die Gaststätte "Zur Quelle" befindet sich in der Köthener Straße 23 und verfügt über eine Bowlingbahn.


Bekannte Personen aus Baasdorf

Peter Germer, der am 26. September 1949 in Baasdorf geboren wurde, ist ehemaliger deutscher Ringer und hat einige Erfolge im Schwergewicht und im Superschwergewicht zu verzeichnen.


Vereine und Organisationen

  • Sportverein "Blau-Weiß" Baasdorf mit Fußballplatz und Volleyballfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Baasdorf
  • Gartensparte "Flora"
  • Gruppe der Volkssolidarität Baasdorf

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