Kirche St. Agnus

(evangelisch)

Standort: Stiftstraße 12
Bau: 1694-1699


Ausstattung der Kirche St. Agnus

St. Agnus verfügt über einen in die Straßenflucht eingebauten großen Saalbau mit mächtigem Walmdach und östlich angefügtem eingezogenen Rechteckchor. Über dem Westgiebel befinden sich Dachreiter und an der Nordostecke ein Treppenturm mit Schweifhauben.
Des Weiteren finden sich in der Kirche ein Abendmahlbild von Lucas Cranach dem Jüngeren (1565) und ein überlebensgroßes Portrait der Stifterin Fürstin Gisela Agnes in Witwentracht (Antoine Pesne, 1713). Sehenswert sind ebenfalls die Orgel von Rühlmann aus Zörbig (1881) und der spätgotische Schnitzaltar. Das Buntglasfenster aus dem Jahre 1887 zeigt eine Himmelfahrtsdarstellung und wurde in den 1990er Jahren, nachdem es etwa 30 Jahre zugemauert war und sich in dementsprechend schlechtem Zustand befand, restauriert und wieder eingebaut.


Geschichte der Kirche St. Agnus

St. Agnus wurde 1694 bis 1699 unter dem Patronat der lutherischen Fürstin Gisela Agnes vom Zerbster Baumeister Johann Bernhard Beuchel erbaut. Sie diente bis 1880 als Pfarrkirche für die Köthener Lutheraner. Im Jahre 1748 folgte ein Emporeneinbau.
Bereits 1849 wurden umfassende Erneuerungen im spätklassizistischen Stil vorgenommen, die bei der Restaurierung 1887/1888 durch neugotische Ausstattungsstücke ergänzt wurden. Bei weiteren Umgestaltungen wurde in den 1960er Jahren die spätklassizistische Putzfassade zerstört. Im Jahre 1996 begann die Sanierung der Kirche, die fast abgeschlossen ist. Lediglich die passende Bestuhlung fehlt noch.

In der Kirche St. Agnus wirkte auch der Köthener Hofkapellmeister Johann Sebastian Bach während seiner Amtszeit 1717 bis 1723. Der Kelch, aus dem Bach das Abendmahl empfing, kann noch heute besichtigt werden.


Gottesdienste

Sonntag 9:30 Uhr


Kontaktdaten

Evangelisches Pfarramt St. Agnus
Stiftstraße 11
Telefon (03496) 21 20 84
E-Mail st.agnus.koethen(at)gmx.de

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