Dr. Samuel Hahnemann (1755 - 1843)

Dr. Samuel Hahnemann gilt als Begründer, Entwickler und Verfechter der modernen Homöopathie. Durch sein Wirken schaffte er es, die Homöopathie in den Rang einer sicheren Wissenschaft zu erheben.

Friedrich Christian Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 als Sohn eines Porzellanmalers in Meißen geboren. Nach dem Besuch der Meißener Stadtschule und dem Stipendium an der Fürstenschule St. Afra begann er 1775 ein Medizinstudium in Leipzig.
Schon mit 22 Jahren trat Samuel Hahnemann der Freimaurer-Loge bei, welche für eine humanitäre Weltordnung und freigeistiges Denken steht. Nach seinem Studium begann Samuel Hahnemann 1781 eine Ausbildung in praktischer Pharmazie in Dessau-Anhalt.
Ein Jahr später heiratete er Henriette Küchler. Aus der Ehe gingen elf Kinder (2 Jungen, 9 Mädchen) hervor.


Hahnemann's Konflikt- und Wanderjahre

Zwischen 1780 und 1805 ließ sich Samuel Hahnemann in über 20 verschiedenen Orten nieder, fast alle davon liegen in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Niedersachsen. Zu den genauen Hintergründen seiner häufigen Umzüge äußerte er sich nie genau, doch spielten Konflikte mit der jeweiligen Ärzte- und Apothekerschaft sicher eine entscheidende Rolle, da er darauf bestand seine homöopathischen Arzneimittel selbst herzustellen, dieses Privileg der Herstellung zu dieser Zeit aber nur Apotheker besaßen.


Samuel Hahnemann in Köthen (Anhalt)

Im Jahre 1821 zog Dr. Samuel Hahnemann nach Köthen, um dort seinen Patienten und Logenbruder Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen zu behandeln. In Köthen wurde ihm erstmals die Verfertigung eigener Arzneien schriftlich garantiert. Geschützt vom anhaltischen Fürsten, konnte er erfolgreiche Behandlungen und die Herstellung wirksamer Medikamente durchführen.


"Similia similibus curentur | Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt."

Grundsatz der Homöopathie nach Samuel Hahnemann

Die Ernennung zum Hofrat 1822 war für Samuel Hahnemann eine Ehrung, die sicher so manche Anfeindungen und Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre aufwog. Seine Praxis weitete sich mehr und mehr aus, so dass er einen Assistenzarzt zu seiner Entlastung beschäftigten konnte.
Schon 1827 benutzt Hahnemann offiziell den noch heute in der Homöopathie verwendeten Begriff der "Potenzierung". Dieses extreme Verdünnen ist bis heute eine Grundregel der Homöopathie:


"Je stärker verdünnt, desto ungiftiger, aber umso stärker die Heilwirkung."

Von 1828 bis 1830 entstand in 4 Bänden das umfangreiche Werk "Die chronischen Krankheiten, ihre eigentümliche Natur und ihre homöopathische Heilung".


Gründung des DZVhÄ

Im August 1829 feierte Samuel Hahnemann sein 50-jähriges Doktorjubiläum. Das besondere Ereignis dieses Tages war die Gründung der "Gesellschaft homöopathischer Ärzte" (seit 1832 "Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte"). Ein Jahr später verstarb seine Frau Henriette.

Schon 1831, im Jahr der großen Cholera-Epidemie, war Samuel Hahnemann seiner Zeit weit voraus, indem er "kleinste Lebewesen" als Erreger annahm und mit großem Erfolg seuchenhygienische Maßnahmen, verbunden mit homöopathischer Behandlung, durchführte.

Im Jahre 1835 lernte Samuel Hahnemann die 34jährige französische Malerin und Dichterin Mélanie D'Hervilly-Gohier kennen, die von Paris nach Köthen gereist ist, um sich von ihm behandeln zu lassen. Kurze Zeit später heiratete Hahnemann in seinem achtzigsten Lebensjahr zum zweiten Mal und verließ im August 1835 Köthen um seiner neuen Gattin nach Paris zu folgen.


Samuel Hahnemanns letzte Jahre in Paris

Bis zu seinem Tod mit 88 Jahren in Paris praktizierte Samuel Hahnemann erfolgreich als angesehener Arzt. Seine überaus erfolgreiche ärztliche Tätigkeit trug zu Hahnemanns Ruhm bei. Seine Patienten kamen aus vielen Ländern und sorgten damit für die Ausbreitung dieser segensreichen Heilmethode in der ganzen Welt.

Samuel Hahnemann verstarb am 2. Juli 1843 vermutlich an einer Lungenentzündung. Seine endgültige Ruhestätte fand er 1898 auf dem Friedhof "Père Lachaise" in Paris unter den "Unsterblichen Frankreichs".


Samuel Hahnemann schaffte es durch sein Wirken
die Medizin in den Rang einer sicheren Wissenschaft zu erheben.


Samuel Hahnemanns Erbe in Köthen (Anhalt)

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Informationen über
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Homöopathie in
Köthen (Anhalt)

An das Wirken Samuel Hahnemanns in Köthen erinnern das Hahnemann-Lutze-Denkmal im Schlosspark, sein Wohnhaus in der Wallstraße sowie eine ständige Ausstellung im Apothekengewölbe des Köthener Schlosses. An einigen Häusergiebeln im Stadtgebiet befinden sich Zitate, Gedanken und Reflexionen aus dem Organon von Dr. Samuel Hahnemann. Lesen Sie dazu auch den Artikel zum Homöopathiepfad.

Der jährlich im August stattfindende Homöopathiesommer gibt mit Vorträgen über homöopathische Behandlung bis zu Verkaufsständen für Naturkost und homöopathischer Heilmittel vielen Besuchern einen Einblick in diese Art der medizinischen Heilmethode - der Homöopathie.

In der Stadt Köthen (Anhalt) widmen sich der Homöopathie und dem Erbe Hahnemanns: